
Mathias Kern
WIR im Gespräch mit unserem Bürgermeister
Lieber Mathias, kannst Du uns bitte kurz etwas zu Deinem Werdegang sagen?
Ich bin in der Gemeinde Attenkirchen aufgewachsen und durch das umfangreiche Engagement meiner Eltern im Gemeindeleben stark geprägt worden. Auch aufgrund dieser familiären Vorbilder war ich früh vor Ort im Jugendtreff sowie auf Kreisebene bei der Katholischen Landjugendbewegung ehrenamtlich aktiv. Zudem war ich maßgeblich an der Entwicklung des ehrenamtlich betriebenen Rufbusses und des Freisinger Jugendkreistags beteiligt.
Im Rahmen meines Studiums der Verwaltungswissenschaften und meiner ersten beruflichen Stationen in einer Freiwilligenagentur sowie bei der Brandenburgischen Hochschulkonferenz habe ich mehrere Jahre in Konstanz, Stockholm, Berlin und Potsdam gelebt. Im Jahr 2014 bin ich in meine Heimatgemeinde zurückgekehrt und war zu diesem Zeitpunkt bereits als kommunaler Verwaltungsbeamter in der Stadtverwaltung München tätig. Im Jahr 2020 wurde ich zum Ersten Bürgermeister unserer schönen Gemeinde gewählt.
Warum kandidierst Du erneut als Bürgermeister für die Gemeinde Attenkirchen?
Meine Heimatgemeinde Attenkirchen liegt mir sehr am Herzen! Verantwortung für die gesamte Gemeinde zu tragen, empfinde ich als sehr bereichernd – auch wenn manche Entscheidungen schwierig sind oder Dinge länger dauern, als man es sich wünscht.
In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam viel angestoßen. Manches ist gut vorangegangen, anderes braucht mehr Zeit. Genau darin liegt für mich der Antrieb, erneut anzutreten: Ich kenne die Themen, ich kenne die Gemeinde und ihre Menschen – und ich bringe sowohl die fachliche Ausbildung als auch die Erfahrung aus dem Amt mit, um diese Aufgaben verantwortungsvoll weiterzuführen und konsequent umzusetzen.
Was ist aus Deiner Sicht in den letzten Jahren gut vorangegangen?
Trotz außergewöhnlicher Herausforderungen wie der Corona-Pandemie, stark gestiegener Kosten und neuer rechtlicher Vorgaben ist es uns als Gemeinde gelungen, handlungsfähig zu bleiben. Wir haben in Infrastruktur, Feuerwehr und Katastrophenschutz investiert, die Bürgerbeteiligung ausgebaut und die Verwaltung weiterentwickelt.
Gerade aus dem Ehrenamt weiß ich, wie wichtig es ist, Menschen mitzunehmen, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen. Führung bedeutet für mich nicht, alles selbst zu entscheiden, sondern gemeinsam im Team tragfähige Lösungen zu entwickeln. Dieses Miteinander ist eine große Stärke unserer Gemeinde.
Wo war es schwieriger und was hast Du daraus gelernt?
Nicht alles ist so schnell vorangekommen, wie wir uns das erhofft hatten. Gerade große und komplexe Themen wie neue Baugebiete oder die Vorbereitung des neuen Feuerwehrhauses brauchen Zeit, Geduld und ein kluges Vorgehen, damit Entscheidungen am Ende rechtssicher und belastbar sind. In diesen Bereichen haben wir seit meinem Amtsantritt viel Vorarbeit geleistet und bestehende Probleme gelöst: Planungen wurden weiterentwickelt, rechtliche Fragen geklärt und notwendige Grundlagen geschaffen.
Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig klare Prioritäten, ausreichende personelle Ressourcen und verlässliche Abläufe sind – und dass verantwortungsvolle Kommunalpolitik einen langen Atem braucht, um langfristig gute Ergebnisse zu erzielen.
Was möchtest Du in einer weiteren Amtszeit konkret angehen?
In den kommenden Jahren möchte ich genau hier anknüpfen: neue Baugebiete voranbringen, den Neubau des Feuerwehrhauses realisieren und unsere Infrastruktur bedarfsgerecht stärken. Gerade beim Feuerwehrhaus geht es dabei nicht nur um ein Gebäude, sondern um die Unterstützung des starken Engagements der ehrenamtlichen Feuerwehrleute und die Sicherheit unserer Gemeinde.
Die Erfahrungen aus der ersten Amtszeit helfen mir, Abläufe weiter zu verbessern und Projekte künftig noch gezielter voranzubringen. Entscheidend dafür ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit – im Gemeinderat, mit der Verwaltung und mit den Bürgerinnen und Bürgern.
Meine fachliche Ausbildung ermöglicht es mir, Projekte rechtssicher vorzubereiten, finanziell tragfähig zu planen und verlässlich umzusetzen. Diese Kombination aus persönlicher Verwurzelung, ehrenamtlicher Prägung sowie fachlicher Qualifikation und Erfahrung aus dem Amt ist für mich die Grundlage, meine Aufgabe als Bürgermeister auch weiterhin engagiert im Sinne der Menschen, die hier ihre Heimat haben, wahrzunehmen.